Hoffnung auf konsequente Entschlammung?
14 Millionen Kubikmeter Schlamm bei einem Wasservolumen von etwa 40 Millionen Kubikmetern lassen das Steinhuder Meer verlanden Wissenschaftlich gibt es daran keinen Zweifel. Was können Land und Region dagegen noch tun? Empfehlungen enthält der erste Seeentwicklungsplan.
Zuständig sind das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser (ArL) für das Land Niedersachsen als Eigentümer, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Fachbehörde sowie die Region Hannover als Naturschutzbehörde.
Am Montag und Dienstag, 19. und 20. Januar berichtet die HAZ, haben diese drei Institutionen erstmals den rund 300 Seiten starken Entwurf unterschiedlichen Gruppen vorgestellt: Landbewirtschafter, berufsständige Vertreter, Touristiker, der Naturschutz, Wassersportvereine und die Wettfahrvereinigung Steinhuder Meer“ haben die wichtigen Themen konstruktiv diskutiert wie unter anderem die Nährstoffeinträge und die daraus entstehenden die Schlammbildung , das Wasserstandsmanagement sowie die Entschlammung. Es geht um nichts mehr als die Erhaltung des Steinhuder Meeres. Der Grund ist augenscheinlich klar: „Das Steinhuder Meer bietet als Tourismusdestination eine Mischung aus Natur, Kultur und Freizeitmöglichkeiten und stellt eine der wichtigsten Tourismusregionen Niedersachsens dar.“ Das mach die Autoren des Biota-Instituts für ökologische Forschung und Planung um Dr. Dr. Dietmar Mehl deutlich. Die Pläne sollen Anfang 2026 vorgestellt werden, um den Wassersport zu unterstützen.
Der See-Entwicklungsplans als Erhalt des Binnensees für Tourismus und Naturschutz: Das sind positive Signale auch für den Surf-und Segelsport in der Region.
Wichtige Aspekte der Entschlammung:
- Ziel: Verbesserung der Situation für Segler und Entgegenwirken der Verlandung.
- Maßnahme: Die Tiefenrinnen (Deipen) im Steinhuder Meer sollen gezielt entschlammt werden.
- Hintergrund: Der See-Entwicklungsplan, vorgestellt vom Biota-Institut, soll den Binnensee langfristig erhalten.
- Vorbereitung: Eine professionelle Schlamm-Beprobung mittels Bodengreifer dient als Grundlage für die erfolgreiche Durchführung.
In der Umsetzung hat die Region Hannover nur eine Rolle als untere Naturschutzbehörde. Die größeren Handlungsfelder wie beispielsweise Entschlammung lägen beim Land Niedersachsen. Heißt konkret: Offenbar wird die Regionsversammlung diesen Plan nur veröffentlichen. Aus dem Wunstorfer Rathaus heißt es, dass sich der Rat mit dem Thema beschäftigen und den Plan in der Februar-Sitzung beschließen wird.
Der fertige Seeentwicklungsplan soll im Sommer der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Den aktuellen Zwischenstand will der „Verein zum Erhalt des Steinhuder Meeres“ (VESM) am Donnerstag, 5. Februar, 18 Uhr, in den Strandterrassen in Steinhude vorstellen.
Quellen:Wunstorf – Aktuelle Nachrichten und Kommentare – DH;
Schlammproben nehmen;
HAZ-Lokal-Nachrichten
Noch vor Kurzem konnten diesen Artikel der HAZ lesen und das Verhalten der Regionsversammlung irritierend wahrnehmen. Da bleibt zu hoffen, das der Seeentwicklungsplan nicht von Region Hannover als Naturschutzbehörde blockiert wird.